Wade Muskelfaserriss

Bei einem Wade Muskelfaserriss handelt es sich um eine sehr häufig auftretende Verletzung beim Sport, bei der durch die direkte Einwirkung von Gewalt, wie zum Beispiel bei einem Tritt in die Wade oder bei einer übermäßigen Belastung, was häufig der Fall bei einem Absprung ist, der eine Zerrung zur Folge hat.

Die Muskulatur in den Waden ist sehr hoch belastet, da sie bei jedem einzelnen Schritt das Abrollen des Fußes über den Vorderfuß und die Zehen möglich macht. Wichtig ist, bei einer Verletzung in der Wade, die Wunde sofort mit Eis oder Kompressen zu behandeln, um die Schmerzen so gut es geht, zu lindern. Wird der Wade Muskelfaserriss frühzeitig behandelt und wird der Aufbau schrittweise während dem Heilungsprozess betrieben, so verläuft ein Muskelfaserriss in den meisten Fällen ohne wietere Folgen, Narben oder Bewegungseinschränkungen.

Häufig kommt es bei einem Wade Muskelfaserriss vor, dass man keine genaue Lokalisierung der Schmerzen vornehmen kann und auch kein Bluterguss zu sehen ist. Wenn ein Arzt die Wade abtastet, um den Grad der Verletzung zu prüfen, so findet ein Arzt in der Regel eine etwa 1-2 Zentimenter breite Delle, die sich in der Wadenmuskulatur befindet. Hier liegt in den meisten Fällen das zentrum der Schmerzen. Eine Ultraschalluntersuchung zeigt dann den genauen Ort des Bluterguss und unter anderem auch die Muskellücke. Sehr wichtig ist es, eine Abgrenzung gegen eine Thrombose in den Unterschenkelvenen zu schaffen, dies ist eine ebenfalls sehr schmerzhafte Erkrankung bzw. eine noch stärkere Schwellung des Beins.

Wenn der Verdacht auf einen Wade Muskelfaserriss vorliegt, so sollte man die Verletzung in jedem Fall zunächst so gut es geht mit Eisbeuteln oder speziellen Kompressen kühlen. Außerdem sollte das betroffene Bein hochgelegt werden. Dies sollte möglichst noch am Unfallort erfolgen und ohne weitere Wartezeit auf einen Arzt erfolgen. Der Arzt wird dann nach der Untersuchung einen Tapeverband anbringen, der bis zur vollständigen Abheilung an der Wade bleibt.